Wie verhindere ich Verletzungen und Unfälle?

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Wie verhindere ich Verletzungen und Unfälle?

Sicherheitstipps für Gartenarbeit

Laut einer Studie des American College of Emergency Physicians (ACEP), werden jedes Jahr rund 400 000 Menschen in Krankenhäusern behandelt, deren Verletzungen in Verbindung mit Unfällen im Garten stehen. Bei der Gartenarbeit sollte man sich stets das Motto „safety first“ zu Herzen nehmen, denn wenn grundlegende Sicherheitsregeln missachtet werden, kann das oft tragischere Folgen haben, als man glauben möchte. Für Sicherheit zu sorgen garantiert, dass Du in einem guten Gesundheitszustand bleibst und somit Dein ‚werkeln‘ im Garten in vollen Zügen genießen kannst. Verletzungen durch Gartenarbeit können die Knie, den Rücken, die Ohren, die Haut, das Gesicht und so ziemlich jeden anderen Körperteil betreffen.

Im Folgenden werden einige Sicherheitsrisiken genannt, die es zu beachten gilt.

 

Giftige Pflanzen

Pflanzen wie Eisenhut beispielsweise, sind in Gärten äußerst gefährlich, da allein der Kontakt der Blätter mit der Haut zu einer Vergiftung führen kann, die Herzrhythmusstörungen auslöst. Seine schönen Blüten haben schon oft in die Irre geführt. Heilpflanze und Augenweide und dennoch eine der giftigsten Pflanzen in deutschen Gärten.

 

Gartengeräte

Wer kennt nicht die Witze über Bauern die über ihre eigenen Mistgabeln fallen. Der Spaß hört jedoch auf, wenn man bedenkt wie schmerzhaft solche und ähnliche Situationen im Ernstfall werden können. Niemand möchte seine Spitzhacke gerne aus seinem Oberschenkel herausragen sehen. Die korrekte Handhabung und Aufmerksamkeit auch beim gemeinsamen Arbeiten im Garten sollten als A und O betrachtet werden. Auch die Anordnung und ordnungsgemäße Lagerung der Gerätschaften im Gartenhäuschen sind zu beachten. Schwere Gegenstände sollten niemals weit oben gelagert werden, scharfe Gegenstände niemals in Reichweite von Kindern. Auch beim Kauf sollte man lieber mehr ausgeben, wenn der Griff dafür rutschfester ist und das Gerät an sich stabiler und somit verlässlicher und berechenbarer.

 

Fremdkörper und Hautirritationen

Es muss nicht gleich eine giftige Pflanze sein, die zu Hautirritationen führt. Manchmal reagiert die Haut bereits gereizt durch einfachere Sachen wie Erde, Torf, Insekten oder andere Dinge mit denen man in Berührungen kommen kann bei der Gartenarbeit. Sei es also nur ein lästiger Insektenstich dessen Juckreiz gemildert werden soll, ein Körnchen Dreck im Auge das furchtbar schmerzt oder ein Schnitt von einem Grashalm, der in seiner Schmerzbilanz so lästig wie ein Papierschnitt ist; man sollte immer peinlichst genau darauf achten, dass alles was man zur Versorgung kleinerer „Weh-Wehchen“ bis hin zur Erstversorgung von schlimmen Verletzungen frei zugänglich bereit liegt.

 

Chemikalien

Grundsätzlich sollte der Einsatz von Chemikalien im heimischen Gärten vermieden werden und auf natürliche Pendants zurückgegriffen werden. Unsere Umwelt verdient diesen Respekt bei all der Verpestung die ihr durch Menschenhand widerfährt. Sollte sich ein Chemikalieneinsatz dennoch nicht vermeiden lassen, weil dieses ‚dumme Unkraut‘ einfach nicht verschwinden will, ist es das erste Gebot im Umgang mit solchen Mittel, immer die Warnhinweise genau zu lesen sowie die Gebrauchshinweise. Kommt man in Kontakt mit der Haut, der Augen oder der Schleimhäute, vor allem aber bei Verschlucken, sollte man meistens besser eine Fachperson kontaktieren, also zumindest in der Apotheke nebenan um Rat fragen. Genaue und spezifische Angaben zur Vorgehensweise kann aber nur die Verpackung geben, weshalb an dieser Stelle nochmal zu erwähnen ist: Nimm keine Chemikalien! Und wenn doch, lies wenigstens genau die Warnhinweise.

 

Schutzmaßnahmen bei der Gartenarbeit

Es gibt also einige Gefahren bei der Gartenarbeit auf die man achten muss. Wie schützt man sich also am Besten?

 

  • Schutz der Gesicht- und Augenpartie

Manchmal reicht zum Schutz der Augen schon eine einfache Sonnenbrille, wenn es nur darum geht den Augen nicht zu viel UV oder herumfliegende Erdkrümmel zuzumuten. Will man sie jedoch ausreichend schützen, sollte man sich eine ordentliche Schutzbrille zulegen, bei der auch die Seiten geschlossen sind, wie bei einer Skibrille. Auch hier gibt es signifikante Unterschiede im Preis und der Qualität. Je nachdem welches Vorhaben Du planst, solltest Du auch bereit sein ausreichend Geld in Deine Schutzkleidung zu investieren. Es muss ja nicht gleich die kugelsichere Spezialversion der Bundeswehr sein. Bei Arbeiten mit einer elektrischen Handsense beispielsweise, empfiehlt es sich den Schutz der Augen, auf den Schutz des gesamten Gesichtes auszuweiten, da durch die rotierenden Schneideblätter kleine Steinchen so beschleunigt werden können, dass sie einem die Haut aufschneiden können wie Rasierklingen wenn sie einem ins Gesicht katapultiert werden. Ein so aufgewirbelter kleiner harter Gegenstand kann einen das Augenlicht kosten.

  • Halte Deine Gerätschaften in gutem Zustand

Wer seine kleinen Helferlein schutzlos der Witterung überlässt, braucht sich am Ende nicht beklagen wenn Metall rostet und Holz splittert. Auch das kann zu Verletzungen führen. Grundsätzlich sollte auch jeder Hobbygärtner gegen Tetanus geimpft sein, aber man muss sein Schicksal ja nicht herausfordern, indem man mit rostigen Geräten arbeitet. Auch sich vom Stil lösende Hacken, Harken und Hämmer können durch die Fliehkraft zu gefährlichen Geschossen werden. Sie sind gut zu Dir, sei Du gut zu ihnen.

  • Weitere Tipps sind

Ohrschützer (die so genannte Mickey Maus), Ohrstöpsel, Schutzkleidung (gestärkte Arbeitshosen,Knieschoner, Handschuhe mit Grip etc.), Sonnencreme, Zitronensaft auf der Haut gegen Insekten und ein erste Hilfeset wie man es auch im Auto mit sich führt. Außerdem sollte man immer genug trinken und seinen Körper nicht überstrapazieren. Kenne Deine Grenzen! Vor dem Rasenmähen, egal mit welcher Gerätschaft, sollte man Steine und andere Objekte entfernen.

Generell gilt wie so oft im Leben: Augen auf und Kopf an, dann steht der wunderbaren Arbeit mit seinen eigenen Händen in der Natur nichts im Wege, auch in Zukunft nicht.

 

 

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Unser Team trägt die wichtigsten Informationen zu Gartengestaltung und Outdoor Produkte zusammen und geht einzelne Bereiche gezielt mit neuen Ideen ein.
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